lichtlos - powered by RE-agieren

Gertrud Niehaus zum Nachtyoga

Gertrud Niehaus über die Dunkeltherapie

Dunkelheit gehört zu den archaischen Methoden der Selbstbefreiung und ist nicht zu vergleichen mit der üblichen Psychotherapie.

Die Dunkelheit, in der man einige Tage und Nächte verbringt, wird als Mittel zur Rückkehr unbewusster und überbewusster Zustände benutzt. Die Medizin der Nacht bedient sich der Dunkelheit, Stille und Isolation. Hierbei können die Bewegungen der Psyche genau beobachtet werden und unbewusste Prozesse werden verstärkt.

Wir erkennen die Künstlichkeit von Fühlen und Denken und finden Frieden in unserem wahren Wesen, das wir als Licht und innere Liebe erfahren.

Die Abwesenheit von äusseren Reizen führt zunächst zum lauter Werden seelischer Vorgänge, später erlöschen diese jedoch, wir werden in eine Leere hineingezogen. Aus der Leere tauchen neue intuitive Bilder, Archetypen, abstrakte Muster und Farben auf. Die Psyche wird heller und das Sehen wandelt sich in Hellsehen, das Hören in Hellhören.

Jenseits dieser Erfahrungen können wir in einen Zustand ganz ohne Denken und Fühlen kommen, getragen von einem ursprünglichen Gegenwartsbewusstsein.
Der Rückzug in die Dunkelheit wird mit Variationen in allen traditionellen Kullturen ausgeübt, insbesonders in Japan, Indien und Tibet.

Aufenthalte in kompletter Dunkelheit werden im Rahmen der Entsagung, Visionssuche, der Einsamkeit und des meditativen Rückzugs zur Unterstützung der Inneneinkehr verwendet. Rückzug in dunkle Orte, in Höhlen, Grotten oder ins Erdinnere oder einfach die Nutzung der Nacht als Mittel der Reizarmut und Stärkung des inneren Lichts gehören zum Repertoire der Selbstfindung aller Kulte und Religionen.

Infos zu Gertraud Niehaus finden Sie unter www.naturtherapie-rituale.de.
(Texte auszugsweise von ihrer Homepage www.naturtherapie-rituale.de)